👪Löwenzahn Rezept für Mensch und Hund🐕
Die Blätter erinnern an die Zähne eines Löwen – daher sein Name:
Löwenzahn. Im Frühling verleihen die leuchtend gelben Blüten den Wiesen
einen ersten kräftigen Farbtupfer. Allerdings deutet ein besonders
prächtiges Farbenmeer auf einer Weide darauf hin, dass sie stark gedüngt
wurde.
Ist der Löwenzahn verblüht, hinterlässt er zahlreiche
fallschirmartige Früchte und wird zur „Pusteblume“. Aus den Blättern
lassen sich – solange sie noch jung und zart sind – leckere Salate
zubereiten, die einen herb-würzigen Geschmack aufweisen.
Löwenzahn
gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von April bis Juni. Er
stammt aus Europa und Westasien und kommt inzwischen auf der gesamten
nördlichen Halbkugel vor. Dort wächst Löwenzahn auf Wiesen, Feldern, an
Wegrändern und auf Schuttplätzen.
Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Löwenzahn?
Die
Bitterstoffe bewirken, dass mehr Speichel und Magensäure ausgeschüttet
werden. Gleichzeitig fördern sie die Freisetzung von Verdauungshormonen
und -enzymen und kurbeln die Gallentätigkeit an.
Durch diese Effekte
regt Löwenzahn den Appetit an und bringt die Verdauung auf Trab. Auch
wenn sich nach einer fettreichen Mahlzeit der Bauch bläht und sich ein
unangenehmes Völlegefühl einstellt, kann die Heilpflanze helfen.
Weitere
Inhaltsstoffe des Gewächses wie Flavonoide und reichlich Kalium können
leicht wassertreibend wirken. Mithin kommt Löwenzahn häufig in sogenannten Blutreinungs- und Entschlackungstees vor.
Wichtige Hinweise:
Wer
Probleme mit den Gallenwegen oder Nieren hat, sollte Zubereitungen aus
Löwenzahn nicht oder nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen. Menschen,
die auf Korbblütler allergisch reagieren, sollten ebenfalls auf
Löwenzahn verzichten.
Tipp: Lassen Sie sich zu Dosierung und Anwendung auch in der Apotheke beraten.
Wirkung und Anwendung:
Die moderne Medizin hat die Wirkung des Löwenzahns auf den Verdauungstrakt bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen
Beschwerden, wie Völlegefühl und Blähungen und die positive Wirkung bei
Störungen des Gallenflusses anerkannt.
Die Wassertreibenden
Eigenschaften werden eingehend diskutiert; sie haben der Pflanze im
Volksmund die Namen Bettseicherkraut oder Pissenlit eingebracht. Nieren und Leber werden zu erhöhter Aktivität angeregt;
damit funktioniert die Verdauung – besonders schwer verdaulicher Nahrung
wie Fette – besser.
Die Bildung von Gallensteinen kann durch kurmäßige
Gabe von Löwenzahntee oder Löwenzahnsaft minimiert werden. Damit wird
die Neigung zu Koliken gesenkt, bestehende Gallensteine können aber
nicht aufgelöst werden.
Zur Aktivierung der Nierenaktivität sind Zubereitungen des Löwenzahns gut geeignet. In größeren Mengen findet der Tee zur Durchspülungstherapie bei Neigung zur Bildung von Nierensteinen oder zur Austreibung kleiner Nierensteine Verwendung.
Dabei werden 2 Eßlöffel Droge mit 1/2l kaltem Wasser übergossen, kurz zum Sieden erhitzt, nach 15 min abgeseiht
und mit warmem Wasser auf 1,5l Tee verdünnt. Diese Menge sollte in 15 –
20 min getrunken werden. Durch die starke Wasserausscheidung erhofft
man sich auch eine Ausschwemmung kleiner Nierensteine.
In der
Volksmedizin werden Löwenzahnteekuren auch bei rheumatischen
Erkrankungen, bei Gicht und zur Stärkung des Bindegewebes empfohlen.
Durch die den Stoffwechsel anregende Wirkung findet man den Löwenzahn
auch in den sogenannten Blutreinigungstees, jenen Mischungen, die bei
rheumatischen Erkrankungen, aber auch bei Hautproblemen gegeben werden.
Sinnvoll ist es, Löwenzahnwurzel und Löwenzahnkraut in Gallenteemischungen mit Schafgarbe, Pfefferminze, Wermut und anderen gallenwirksamen Teedrogen zu mischen, während er in harntreibenden Teemischungen mit Goldrute, Hauhechelwurzel, Orthosiphonblättern, Birkenblättern, Schachtelhalm u.a. kombiniert wird.
Außer den Teezubereitungen eignen sich zur kurmäßigen Anwendung auch Preßsäfte aus Frischpflanzen.
Die frischen Löwenzahnblätter eignen sich zur Salatkur im Frühjahr, die im Herbst inulinreichen Wurzeln sind geröstet ein Kaffeeersatz.
Vorsicht
ist mit dem Milchsaft der frischen Pflanzen geboten, er kann zu
Kontaktallergien führen. Bei Löwenzahnzubereitungen kann es durch die
Bitterstoffe zur Übersäuerung des Magens kommen.
Bei Verschluß der Gallenwege oder Verschluß des Dünndarms darf Löwenzahn nicht eingesetzt werden.
Löwenzahnmarmelade
Dieses Rezept ist eine ideale Abwechslung zur Marmelade. Die Löwenzahnmarmelade sollte bald auf Ihrem Frühstücktisch stehen.
Zutaten für 4 Portionen
| 200 |
g |
Löwenzahnblüten
|
| 0.5 |
l |
Wasser
|
| 600 |
g |
Gelierzucker 2:1
|
| 1 | Stk |
Zitrone (Saft) |
|---|
Zubereitung
- Alle grünen Blätter der Löwenzahnblüten entfernen bis nur mehr die
gelbe Blüte übrig ist. Gut waschen. Das Wasser aufkochen und die Blüten
darin blanchieren. Danach die Blüten abseihen und ausdrücken.
- Den Saft auskühlen lassen und mit Gelierzucker und Zitronensaft
nochmals zirka 5 Minuten sprudelnd aufkochen. Die Marmelade noch kochend
in Gläser füllen und diese sofort verschließen.
Tipps zum Rezept
Gläser 10 Minuten auf den Deckel stellen, das erhöht die Haltbarkeit.
Löwenzahn Honig:
| Löwenzahnblüten |
400
Stück
|
| Wasser |
2
Liter
|
| Zitrone unbehandelt |
2
Stück
|
| Zucker |
2
kg
|
1.Blüten bei Sonne (April/Mai) pflücken
2.Blüten unter fließendem Wasser gründlich abspülen
3.Blüten in einen großen Kochtopf geben, mit dem Wasser aufgießen und entkernte in dünne Scheiben geschnittene Zitronen hinzugeben
4.15 min aufkochen und dann 24 h (am besten über Nacht) ruhen lassen
5.Masse durch ein Leinentuch sieben und ausdrücken
6.den gewonnenen Saft mit Zucker sirupartig einkochen
7.HINWEISE:
Immer gut umrühren; der Vorgang kann einige Stunden dauern; die Masse
sollte immer langhin simmern; zur Kontrolle der Festigkeit gelegentlich
einen Löffel voll auf einer Untertasse abkühlen lassen; Honig ist
perfekt, wenn er im abgekühlten Zustand Fäden zieht; Honig sieht fertig
so dunkel aus wie Waldhonig
8.Honig noch heiß in Schraubgläser füllen
Bei Hunden:
Löwenzahn (Taraxacum)
Zu
den absolut wirksamsten Wildkräutern für Hunde zählt wohl der
Löwenzahn. Dieser unterstützt vor allem Leber und Niere, wirkt aber auch
stoffwechselanregend.
Löwenzahn kann man frisch geben, wenn Zahnbeschwerden vorliegen.
Manche
Rassen wie auch der Golden Retriever oder der Labrador entgiften 1 x
pro Monat. Bei der Entgiftung hilft jünger Löwenzahn.
Entweder direkt geben oder ins Futter.