Samstag, 28. Januar 2023

🍀Der Kohl und seine Heilkräfte

 🍀Der Kohl und seine Heilkräfte

 


Kohl steckt voller Vitamine und soll gegen verschiedene Krankheiten helfen. Die Volksmedizin wusste das schon lange. Inzwischen attestieren aber auch Wissenschaftler dem Gemüse eine heilende Wirkung.



 

Kohl als Allheilmittel der Antike

Im antiken Griechenland und in Rom setzten die Menschen Kohl ein, um etwa Unterleibsschmerzen von Frauen zu lindern. Der römische Staatsmann Cato der Ältere beschrieb das Gewächs schon vor 2000 Jahren als Allheilmittel.



Angeblich aß Aristoteles das Gemüse, um dem Kater entgegenzuwirken, wenn er zu viel getrunken hatte. Und der Kirchengelehrte und Heilkundige Albertus Magnus stellte fest, dass Kohl bei Geschwüren und Gicht half. Zudem setzte man das Gemüse ein, um Haut und Blut zu reinigen.
 


 Viele Vitamine und Kalzium

 

 


Kohl enthält eine Vielzahl an Vitaminen, die der Körper eines Menschen braucht. In 100 Gramm Weißkohl steckt die gleiche Menge Vitamin C wie in einem Glas Orangensaft. Wer 250 Gramm des Gemüses isst, hat seinen Tagesbedarf gedeckt. Noch mehr Vitamin C als Weißkohl liefern Brokkoli und Rosenkohl.

 


Die Vitamine A, B, E und K finden sich ebenso im Kohl wieder wie die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Magnesium. Wer Eisen zu sich nehmen will, braucht dafür also nicht unbedingt Fleisch zu essen. Er kann auch zu Kohl greifen.

 


Das Gemüse soll Krebs vorbeugen

In Kohl sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die vor Krebs schützen sollen. Dazu gehören die sogenannten Glukosinolate. Diese sollen die Kohlpflanzen eigentlich vor Fressfeinden, Bakterien oder Pilzen schützen.
 

Im menschlichen Körper haben diese natürlichen Giftstoffe eine krebshemmende Wirkung. Sie sollen zudem bei Magenschleimhautentzündungen, Sodbrennen und Entzündungen der Speiseröhre helfen.
 

 


 Gutes für den Darm

 

 


Kohlgemüse beugt Krankheiten nicht nur vor, sondern kann diese auch lindern. Das fanden Forscher an der John-Hopkins-Universität in Baltimore heraus. Sie setzten Brokkoli bei Patienten mit dauerhaft verengten Bronchien und Lungen-Emphysemen ein. Der Stoff Sulforaphan bremste den Abbau eines wichtigen Enzyms im Körper der Patienten. Die Symptome ließen nach.


Auch Darmbeschwerden kann Kohl lindern. Vor allem Kohlsaft enthält eine große Menge eines bestimmten Eiweißbausteins (Methylmethionin). Dieser kann Magen und Darm vor Geschwüren schützen.


Runter mit dem Cholesterin



Alle Kohlarten enthalten viele Ballaststoffe, die für eine gesunde Ernährung empfohlen werden. Allerdings haben sie beim Kohl oft übelriechende Nebenwirkungen: Auf seinem Weg durch den Verdauungsapparat haftet Kohlgemüse lange an den Darmwänden, die Ballaststoffe nehmen unterwegs Schadstoffe und Gifte mit.

 


Im Dickdarm werden die Ballaststoffe dann von Bakterien zerlegt, wobei sich die gefürchteten Gase bilden.



Kohlwickel gegen Entzündungen

Seine Heilkraft soll Kohl nicht nur im Körper entfalten. Früher wandten die Menschen Kohlwickel an, um die Symptome von Halsentzündungen und anderen Infektionen zu lindern. Dafür wuschen sie die Kohlblätter, befreiten sie vom Stamm und walzten sie, bis der Saft austrat.

 


 Dann legten sie die Blätter auf die Stelle, die entzündet war und schmerzte. Bis ins 19. Jahrhundert fand diese Methode zur Behandlung von Wunden Anwendung. Naturheilkundler setzen sie noch heute gegen Schmerzen der Gelenke ein.

Kohl ist ein Tausendsassa in Küche und Naturheilmedizin. Viele Wirkungen, die in der Volksmedizin schon lange bekannt sind, werden erst heute wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen. Doch mag die Heilkraft der Kohlpflanzen noch so erstaunlich und vielfältig sein: Bei ernsten Erkrankungen ersetzen sie keinesfalls den Arzt.


 

Donnerstag, 12. Januar 2023

🌻Der Bergenzian und seine Heilkraft mit Rezept

🌻Der Bergenzian und seine Heilkraft mit Rezept

 


Kaum eine Pflanzengattung bringt so leuchtend blaue Blüten hervor wie der Enzian.

 


Herkunft

Die umfangreiche Pflanzengattung Enzian (Gentiana) gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Weltweit sind rund 400 Enzian-Arten bekannt.


Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt. Wenige Arten und Sorten verwendet man als Zierpflanzen.

 


Die Blütezeit erstreckt sich quer durchs Jahr, je nach Art blüht der Enzian im zeitigen Frühjahr oder im Sommer bis in den Herbst hinein.

 


Standort und Boden

Die meisten Enziane vertragen keinen vollsonnigen Standort. Der Boden sollte feucht und humusreich sein, die kleinen herbstblühenden Arten brauchen eine gute Dränage. Enziane bevorzugen einen sauren bis neutralen Boden.



Pflanzung

Die beste Pflanzzeit für Enzian ist im Frühjahr und im Herbst. Da die meisten Enziane einen nährstoffreichen Boden bevorzugen, sollten Sie magere Böden vor der Pflanzung mit etwas Kompost anreichern.

 


Seit dem Altertum bis heute hat der Gelbe Enzian eine große Bedeutung in der Naturheilkunde. Seine Wurzeln und die des Purpur-Enzians (Gentiana purpurea) werden auch zur Herstellung von Schnaps verwendet.


Der imposante Gelbe Enzian wird aufgrund seiner Heilkraft als König der Alpen bezeichnet. Die unter Naturschutz stehende Pflanze darf nur von lizenzierten „Enzianstechern“ geerntet werden, welche die bis zu 6kg schwere heilkräftige Wurzel so achtsam stechen, daß der Fortbestand gewährleistet bleibt.

 


Hauptbezug: Magen., Darm, Leber, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse.

Wirkung: verdauungsfördernd, immunstärkend, energetisierend.

Körper: Die bekannte verdauungsfördernde Wirkung des Enzians beruht auf seinem sehr hohen Anteil an pflanzlichen Bitterstoffen. Sie regen die Speichel- und Magensaftsekretion an und unterstützen Magen, Darm, Leber, Galle, Milz und Bauchspeicheldrüse. 

 


Die Anwendung des Gelben Enzian ist auch stressgeplagten Menschen zu empfehlen, die unter Verdauungsproblemen, auch aufgrund von Bewegungsmangel, Nervosität leiden, sowie über Reizdarmsymptomatik, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Verdauungskopfschmerzen klagen. 

 

 

Die Bitterstoffe des Gelben Enzians sind auch bei entzündlichen Darmerkrankungen mit leicht irritierten Schleimhäuten verträglich Die Pflanzenkräfte des Gelben Enzians regen nicht nur die Verdauung an, sondern aktivieren auch das Immunsystem und den Energiehaushalt des Menschen - gerade bei Stressgeplagten eine willkommene Unterstützung von Ausdauer und Belastbarkeit.

 


Seele/Geist/Emotionen: Auf geistig-seelischer Ebene stärkt der Gelbe Enzian das Selbstvertrauen. Er vermittelt Kraft und Energie, fördert Durchhaltevermögen und Zuversicht. Die Bitterstoffe des Gelben Enzians aktivieren die Energie, um mit „unverdauten Problemen, die einem im Magen liegen“ und „Verbitterung“ fertig zu werden. Die Anwendung ist auch stressgeplagten Menschen empfohlen, die unter stressbedingten Verdauungsstörungen mit Völlegefühl, Kopfschmerzen und Nervosität leiden.

Inhaltsstoffe: Sercoiridoid-Bitterstoffe, Xanthonderivate, ähterische Öle, Kohlenhydrate, Pektine.



 


Gelber Enzian fürs Schnapsen!

Für das Brennen sind nur wenige Enzianarten geeignet. Vornehmlich kommt hier der Gelbe Enzian zum Einsatz, aber auch der Purpur-Enzian, der Tüpfel-Enzian und der Ostalpen-Enzian finden -in deutlich geringerer Menge- Verwendung. Die Wildsammlung der Pflanzen ist durch den Naturschutz stark eingeschränkt und erfordert, nicht nur aufgrund der Verwechslungsgefahr mit anderen, teilweise hochgiftigen Pflanzen, ein hohes Maß an Erfahrung.



Hier zeige ich euch ein Rezept für einen Enzianschnaps. Ob zum Genuss oder als Heilmittel, ein Enzianschnaps sollte in keinem Haushalt fehlen. Nur der gelbe Enzian verwenden.
Rezept: Enzianschnaps

 

 

Zutaten

25 g getrocknete Enzianwurzel
1 l 40% Alkohol
Zutaten mischen

Die getrockneten und grob zerkleinerten Enzianwurzeln in einem mindestens 1200 ml fassenden Gefäß mit dem Alkohol übergießen.
Enzianschnaps ansetzen

Das ganze 3 Wochen an einen lichtgeschützten Ort stellen. In dieser Zeit den Ansatz immer wieder kräftig umschütteln.
Abfiltrieren

Anschließend filtriert man den gewonnenen Auszug in eine saubere Flasche ab.
Haltbarkeit und Lagerung.

Lichtgeschützt bei Raumtemperatur gelagert 2 Jahre haltbar.
Anwendung

Kurzfristig zum Genuss, bei Blähungen, Völlegefühl oder bei Appetitlosigkeit.
Dosierung

2 cl (Schnapsglas)


Was machen Bitterstoffe mit uns?

Enzian enthält zahlreiche Bitterstoffe. Bitterstoffe regen über den bitteren Geschmack an Zunge und Gaumen reflektorisch die Produktion von Speichel- und anderen Verdauungssäften in Magen und Darm an.
 

 


Dass unsere Verdauungsorgane auf Bitterstoffe reagieren, hat historische Gründe. Bitterstoffe kamen früher nämlich viel verbreiteter in unseren Nahrungsmitteln vor (aus den allermeisten Gemüsesorten wurden diese in den letzten Jahrhunderten herausgezüchtet). Durch den bitteren Geschmack wurde unsere Verdauung auf die nahenden Nahrungsmittel eingestimmt. Früher war diese Fähigkeit zur Unterscheidung auch deshalb wichtig, weil Bitterstoffe häufig in Giftpflanzen vorkommen.



Wie lassen sich Bitterstoffe medizinisch nutzen?

Es liegt auf der Hand, dass sich mit Enzian und Co. durch die enthaltenen Bitterstoffe eine träge Verdauung mit Völlegefühl oder Blähungen verbessern lässt. Darüber hinaus zeigen bitterstoffhältige Heilpflanzen aber auch günstige Effekte bei Übelkeit, Reizdarm und Reizmagen. Auch der Appetit lässt sich effektiv steigern, wenn Enzian eine halbe Stunde vor dem Essen in Form eines Tees, Sirups oder Schnapses eingenommen wird.
 

 


 Dementsprechend lautet ein Spruch aus dem Alpenraum:

„Bitter durch den Mund und du bleibst gesund!“
(Sprichwort aus dem 19. Jahrhundert)

 

 

Vorsicht bei Magengeschwüren und Sodbrennen!


Die Risiken des Enzian liegen im anregenden Effekt auf die Magensäure. Bestehende Magenschleimhautentzündungen und Sodbrennen können sich dadurch verschlimmern. Ansonsten ist Enzian aber gut verträglich. Kinder, Schwangere und Alkoholkranke Personen dürfen Enzianschnaps nicht verwenden.


 

Der Name steht schon mal.....Hoffe es gefällt euch🌸🌺

                            Der Name steht schon mal.....Hoffe es gefällt euch🌸🌺