👪Kamille für Mensch und Hund☕

 👪Kamille für Mensch und Hund☕

 
Die echte Kamille (Chamomilla recutita/Matricaria recutita) kann vielerlei Beschwerden lindern – von Bauchschmerz, über Zahnfleischentzündungen bis Halsschmerzen. 


 

Sie wird äußerlich und innerlich angewendet. Wer allergisch auf Korbblütler reagiert, sollte Kamille nicht benutzen.



Welche Inhaltsstoffe kommen in der Kamille vor?

Als pflanzliche Arznei kommen Kamillenblüten zum Einsatz. Sie enthalten ätherisches Öl, das unter anderem aus den Substanzen a-Bisabolol und Matricin besteht. Außerdem finden sich Flavonoide, zum Beispiel die Stoffe Apigenin und Quercetin, sowie Cumarine

 


Wird das ätherische Öl mittels Wasserdampfdestillation gewonnen, bildet sich die Substanz Chamazulen, die dem Öl seine tiefblaue Farbe verleiht.

 

Wogegen hilft Kamille?

Inhaltsstoffe aus Kamillenblüten entfalten verschiedene Effekte: Sie schwächen die Wirkung von entzündungsfördernden Stoffen im Körper ab, hemmen das Wachstum von Bakterien und entspannen verkrampfte Muskeln im Magen-Darm-Trakt.

Aufgrund der antientzündlichen, antibakteriellen und krampflösenden Eigenschaften ergeben sich für Zubereitungen aus Kamille diverse Anwendungsgebiete: Als Spülung oder Gurgellösung hilft Kamille, wenn sich das Zahnfleisch entzündet hat oder der Hals gereizt ist, zum Beispiel durch eine Erkältung. 

 


Ruft ein Infekt Schnupfen und Husten hervor, lässt sich Kamille inhalieren. In Form von Sitzbädern kann die Heilpflanze Beschwerden mildern, die von Hämorriden oder Infektionen im Anal- und Genitalbereich ausgelöst werden.

Auch Salben und Cremes enthalten Kamille. Sie können bei bakteriell bedingten Hautproblemen helfen, wie zum Beispiel Akne. Kamillentee lindert Blähungen und Völlegefühl. 

 


Ob sich Inhaltsstoffe des Krauts möglicherweise auch gegen das Reizdarmsyndrom oder entzündliche Darmkrankheiten einsetzen lassen, müssen wissenschaftliche Untersuchungen erst zeigen.

 

Was ist bei der Anwendung zu beachten?

Selbst hergestellte Zubereitungen aus Kamillenblüten dürfen Sie nicht am oder im Auge anwenden! Solche Lösungen sind manchmal mit Keimen verunreinigt und können am Auge Infektionen hervorrufen. Außerdem kann es zu einer allergischen Reaktion kommen.

 
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, sollten Kamille nicht benutzen. Meistens treten solche allergischen Reaktionen – zu denen es nur selten kommt – durch Verunreinigungen mit anderen Kamillenarten auf (zum Beispiel Hundskamille).

 
Bei Hunden:

 
Kamille (Matricaria chamomilla)

Kamille wirkt nicht nur bei Menschen, auch bei Tieren.

Es ist ein altbewährtes Mittel.

 

Dank seiner beruhigenden und entzündungshemmenden Wirkung schaffen getrocknete Kamille oder Kamillentee bei Magen-Darm-Beschwerden schnelle Abhilfe.

Man kann auch Wunden damit behandeln.

Bei Wunden: 3 Teebeutel mit 300 ml heißem Wasser übergießen.

Abkühlen lassen und dann die Wunde mit Watte befeuchten.

Dies mehrmals am Tag wiederholen.

Bei Magenbeschwerden: Wieder diesen Tee kochen und dem Hund 4 ml am Tag in einer Spritze ins Maul geben.


 

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