🐄Thymian und seine heilende Wirkung für Mensch und Tier👭

 🐄Thymian und seine heilende Wirkung für Mensch und Tier👭


Welche Heilkraft hat Thymian für den Menschen?


 


Thymian gehört zu den Kräutern, die in keiner Hausapotheke fehlen dürfen. Vor allem der Echte Thymian (Thymus vulgaris) steckt voller heilkräftiger Inhaltsstoffe: Die wichtigste Rolle spielt dabei das ätherische Öl der Pflanze, dessen Hauptbestandteile vor allem die Naturstoffe Thymol und Carvacrol sind.

 


Sie hemmen im Körper Bakterien, Viren und Pilze und wirken antioxidativ, weshalb Thymian auch zu den Heilpflanzen mit antibiotischen Wirkstoffen beziehungsweise als natürliches Antibiotikum zählt. Auch p-Cymol, Flavonoide und Gerbstoffe gehören zu den wirksamen Bestandteilen des Küchenkrauts.

 


Dank seiner krampf- und schleimlösenden sowie hustenreizmindernden Wirkung hat sich Thymian bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Grippe, Asthma und Keuchhusten bewährt. Er stärkt die Abwehrkräfte und hilft, zum Beispiel als Tee getrunken, Halsschmerzen zu lindern und festsitzenden Husten zu lösen, was das Abhusten erleichtert.


 

Die schleimauswerfende Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass die feinen Härchen in den Bronchien – welche für die Reinigung der Atemwege zuständig sind – zu vermehrter Tätigkeit angeregt werden. Thymian ist also ein gesundes Erkältungskraut.


 


Die unter anderem desinfizierende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung von Thymian unterstützt zudem die Heilung von Zahnfleischerkrankungen und anderen Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Doch nicht nur das: Sein angenehmer Geschmack und seine antibiotische Wirkung helfen auch bei Mundgeruch, weshalb oftmals Zahnpasten und antiseptische Mundspülungen das Thymianöl enthalten.

 


Die Heilpflanze regt die Verdauung an und kann lindernd bei Beschwerden wie zum Beispiel Blähungen und Magenschleimhautentzündung wirken. Äußerlich angewendet sagt man Thymian auch nach, rheumatische oder arthritische Beschwerden und sogar Hautprobleme wie Akne mindern zu können.

 

 

In der Aromatherapie ist Thymian eine geschätzte Heilpflanze, da die ätherischen Öle schmerzlindernd und nervenstärkend wirken und beispielsweise bei Erschöpfungszuständen und Depressionen helfen.


Wie wird Thymian als Heilpflanze angewendet?

Der Echte Thymian wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Aufgebrüht sind seine frischen oder getrockneten Blätter ein wirksamer Kräutertee gegen Erkältung und andere Atemwegserkrankungen sowie Magen-Darm-Beschwerden.


Darüber hinaus ist Thymiantee auch wunderbar als Mundspülung und zum Gurgeln geeignet. Wächst das Gewürzkraut in Ihrem Garten? Dann ernten Sie Thymian einfach frisch oder legen Sie sich einen Teevorrat an, indem Sie den Thymian trocknen.



Als Gewürz wird er dafür in der Regel kurz vor der Blüte geerntet, als Tee gerne auch mal mit Blüten. Für eine Tasse Tee nimmt man einen Teelöffel getrockneten Thymian oder zwei Teelöffel frische, zerkleinerte Blätter und übergießt sie mit 150 bis 175 Millilitern kochendem Wasser.

 


Lassen Sie den Tee fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen und filtern Sie ihn anschließend durch ein Sieb. Trinken Sie den Tee langsam und in kleinen Schlucken, bei Bedarf auch mehrmals täglich. Zum Süßen kann man etwas Honig verwenden, der ebenfalls antibakteriell wirkt.
 

Thymian ist häufig Bestandteil von Hustensaft, Badezusätzen, Tropfen, Kapseln und Lutschtabletten, die man bei Atemwegserkrankungen einsetzt. Auch frischer Pflanzenpresssaft aus Thymiankraut wird zu diesem Zweck angeboten.


 

Thymianöl hilft verdünnt zum Beispiel als Aufguss zum Inhalieren, als Umschlag bei Hautunreinheiten oder als Massageöl bei Gelenkbeschwerden. In diesem Fall sind auch Cremes mit Thymianextrakt erhältlich. Aber Vorsicht: Wenden Sie Thymianöl niemals unverdünnt an, da es die Haut reizen kann.

 


Als Gewürz macht Thymian Fleischgerichte bekömmlicher und bereichert sie außerdem mit seinem hohen Gehalt an Eisen.
 


Welche Nebenwirkungen können bei Thymian auftreten? 

 


Thymian ist eine Heilpflanze, die als recht verträglich gilt. In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, wie zum Beispiel Magenbeschwerden, Hautausschlag, Nesselsucht oder Verkrampfung der Bronchien.

 


Besonders aufpassen sollten daher Menschen, die empfindlich auf Lippenblütengewächse (Lamiaceae) reagieren, zu denen auch der Thymian zählt. Thymianöl sollte man nicht einnehmen oder unverdünnt anwenden, da es Haut und Schleimhäute reizen kann.

 

Was ist bei der Anwendung von Thymian zu beachten?

 

 

Menschen mit Asthma oder Bluthochdruck, Schwangeren und stillenden Müttern ist dringend zu empfehlen, Thymian oder Präparate mit Thymianextrakt oder -öl nicht ohne ärztliche Abklärung einzunehmen oder äußerlich anzuwenden.

 


Das gilt auch für Kleinkinder und Babys – das Risiko, dass die Kleinen einen Stimmritzenkrampf und damit Atemnot erleiden, ist bei der Anwendung ätherischer Öle, wie auch Thymianöl, hoch. Lesen Sie bei gekauften Produkten die Packungsbeilage und halten Sie sich stets an die empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer.

 


Falls Sie sich unsicher sind oder Ihre Beschwerden sich während der Anwendung nicht bessern oder sogar verschlimmern, raten wir Ihnen, sich ärztlichen Rat einzuholen.


 

 

Thymian für Tiere:


Anerkannte tiermedizinische Anwendung
- Bei Pferden wurde ein Thymian-Präparat erfolgreich bei chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) eingesetzt.



- Gemäss einer Übersichtsarbeit zu ethnoveterinärmedizinischen Studien Europas wird Thymus vulgaris bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, des Respirationstraktes und des Urogenitalsystems eingesetzt.

 


- Bäuerinnen und Bauern der Deutschschweiz verwenden Thymus vulgaris-Kräuter, -Infus und -Öl bei Rindern, Schweinen und Hühnern als Hausmittel. Die Einsatzbereiche sind Verdauungstrakt und Stoffwechsel, Haut und Hufe sowie Respirationstrakt.

 


Traditionelle Anwendung:

- Innerlich bei Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, bei Krämpfen, Verdauungsstörungen, Blähungen und zur Appetitanregung. Sowie bei chronischer Gastritis.
 

- Innerlich bei Erkrankungen des Respirationstraktes, gegen Husten und Erkältungskrankheiten, bei Bronchitis und Katarrhen der Atemwege/oberen Luftwege. Zur Auswurfförderung, bei Krampfhusten, Entzündungen des Maul- und Rachenraumes und bei Maulgeruch.
 

- Innerlich zur Stimulation des Immunsystems.
 

- Innerlich bei Blasenentzündungen
 

- Innerlich bei Würmern.
 

- Äusserlich bei Aktinomykose, Hauterkrankungen (besonders eitrige), Akne, Furunkeln, Hautpilzen, Juckreiz, schlecht heilenden Wunden, Warzen und Gelenksrheumatismus

 

Dosierung:

Innerliche Anwendung
Thymiankraut/Tag*
(in g Droge/Tag) Schweizerische ethnoveterinärmedizinische Dosierung:
Thymiankraut/Tag**
(in g Droge/Tag: Median (Quartile))
Rind 25-50 25 (15-55)
Pferd 6-15-25-50
Ziege, Schaf 2-10
Schwein 2-10 5
Hund 0.5-1
Katze 0.01-0.1-0.3
Kaninchen (1-2-5 kg KGW) 0.3-0.4-0.9
Meerschweinchen (1 kg KGW) 0.3
Huhn (1-5 kg KGW) 0.01-0.1-0.3-0.9 0.2 (0.1-0.4)
Median CH-Ethnovet** (g/kg0.75) 0.2 (0.1-0.4)
kg0.75 = Metabolisches Körpergewicht (MBW): 1 kg KGW ≡ 1 MBW (z.B. Meerschweinchen, Huhn, Kaninchen); 10 kg KGW ≡ 5.6 MBW (z.B. Ferkel, Hund); 70 kg KGW ≡ 24.2 MBW (z.B. Kalb, Ziege, Schaf, Schwein); 700 kg KGW ≡ 136.1 MBW (z.B. Kuh, Pferd)



Innerliche Anwendung :

- Gastrointestinaltrakt: Thymiankraut direkt als Droge oder in Form von Infusa.
 

- Respirationstrakt: Thymiankraut in Form eines Infuses (10g/Liter oder 10 g/5 Liter), 2-4mal täglich 0.5 Liter Infus; bei Rindern und Jungtieren.
 

- Thymianinfus: 1-2 Teelöffel getrocknetes bzw. 1-2 Esslöffel frisch gepflücktes Thymiankraut zerkleinern und mit ¼ Liter heissem (nicht mehr sprudelndem) Wasser übergiessen, sofort zudecken und 10-15 Minuten ziehen lassen, dann das am Deckel kondesierte Wasser zurücklaufen lassen und abseihen; den lauwarmen Infus mindestens 2-4mal täglich verabreichen
 

- Bei Husten kann dem Infus 1 Teelöffel Honig pro 150 ml Infus zugesetzt werden.

 

 

Äusserliche Anwendung :

- Dampfinhalation mit Thymian, kleinere Tiere (nicht bei empfindlichen Tieren wie Jungtiere; Thymiandämpfe können bei allen Tieren die Augen reizen): 2 Esslöffel Thymiankraut oder 1 Teelöffel Tinktur oder wenige Tropfen ätherisches Öl in einer flachen Schüssel mit 1 Liter kochend heißem Wasser übergiessen; bei grösserem Inhalierraum, Menge anpassen und zur Verstärkung der Wirkung 4-8 Tropfen Eukalyptusöl (nicht bei Neugeborenen und Jungtieren) zugeben.
 

- Zum Sprühen (ausser Katzen und Jungtiere): 2-5 Tropfen ätherisches Thymianölmit warmem Wasser aufgiessen und mit einer Sprühflasche auf die Nase sprühen; auch Aufstallung kann besprüht werden.
 

- Katzen, Jungtiere: Inhalation mit Thymian Chemotyp Linalool, d.h Thymian, der in höheren Lagen wächst.
 

- Infus (1 Teil Thymian & 20 Teile Wasser) für Umschläge oder Waschungen; zur Inhalation bei Atemwegsinfekten
 

- Umschläge mit Pulver beim Pferd gegen Furunkulose.
 

- Bei Insektenstichen: frische, zerquetschte Blätter zur Kühlung und Beruhigung auflegen

 

 

Hinweise
 

- Thymianöl nicht unverdünnt auf die Haut auftragen.
 

- Thymianöl bzw. Thymol ist kontraindiziert bei Gastroenteritis, Nephritis, Leber- und Herzerkrankungen sowie bei Trächtigkeit.
 

- Unwerwünschte Wirkungen: bei Überdosierung können Thymianzubreitungen und insbesondere Thymol die Schleimhäute reizen und zu Erbrechen und Durchfall führen.
 

- Vorsicht bei Hunden und Katzen, die sehr empfindlich auf Thymol reagieren

 



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

🌱Johanniskraut für Mensch und Tier🌻

🌻Der Bergenzian und seine Heilkraft mit Rezept

🌲Die Kiefer und seine heilende Wirkung