🌼Gänseblümchen und seine Heilwirkung🌼

 🌼Gänseblümchen und seine Heilwirkung🌼

 

Woran erkennt man das Gänseblümchen?

Es ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 2 bis 20 Zentimetern. Am kurzen, aufrechten Rhizom befinden sich faserige Wurzeln. Die in einer dichten Blattrosette zusammenstehenden Laubblätter weisen in Blattstiel und Blattspreite eine Gliederung auf, wobei der geflügelte Blattstiel mindestens so lang ist wie die Blattspreite. 

 

Aus jeder Blattrosette kommen von März bis November ununterbrochen aufsteigende bis aufrechte, blattlose Blütenstandschäfte mit einzeln stehenden Blütenkörbchen hervor.

  

Wie wirkt das Gänseblümchen?

Es ist schon seit Jahrhunderten eine beliebte Heilpflanze, besonders aufgrund seiner wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Außerdem festigt es das Bindegewebe. 

 


In einigen Regionen wird das Gänseblümchen als kleine Schwester der Arnika bezeichnet. Die feinen Blätter und Blüten lassen sich zu Brei verarbeiten, z.B. gegen Insektenstiche, Wunden und Prellungen einsetzen. Bei Insektenstichen bewirken die zerriebenen Blätter des Gänseblümchens ein Abschwellen der Einstichstelle, Linderung des Juckreizes und schnelles Abklingen der Schmerzen.

 


Die Naturheilkunde verwendet das Gänseblümchen auch bei Atemwegskatarrh und zur Erleichterung des Abhustens. Weitere Einsatzgebiete sind Magen-Darm-Katarrh und Durchfall. Äußerlich hilft ein Aufguss aus Gänseblümchen bei Entzündungen, Wunden, blauen Flecken, Geschwüren und Ausschlägen.

 


Neuere Studien bestätigten die antimikrobielle und antihyperlipidämische Wirkung des Gänseblümchens.

Eigenschaften

  • blutreinigend
  • blutstillend
  • harntreibend
  • krampfstillend
  • schmerzstillend
  • stoffwechselanregend

Anwendungsgebiete

  • Husten
  • Erkältungen
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Darmentzündung
  • Gicht
  • Rheuma
  • Wassersucht
  • Ödeme
  • Nierensteine
  • Blasensteine
  • Menstruationsbeschwerden
  • Weißfluss
  • Hautkrankheiten
  • Hautausschläge
  • unreine Haut
  • Wunden

 

 

 

Anwendungen

Zur innerlichen Anwendung werden die Blüten des Gänseblümchens genutzt. Dazu 2 TL davon mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Teesieb geben. 2 Tassen pro Tag trinken. Bei Erkrankung der Atemwege empfiehlt sich eine Mischung aus Huflattich, Spitzwegerich und Gänseblümchen.

 


Zur Herstellung einer Gänseblümchen-Tinktur übergießt man Gänseblümchen (Blüten) in einem geeigneten Gefäß mit Doppelkorn oder Wodka, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Dann die Mischung verschließen und für 2 bis 6 Wochen ziehen lassen, danach abseihen. Die Tinktur in eine dunkle Flasche füllen. 1 bis 3 Mal täglich 10 bis 50 Tropfen einnehmen. Sie kann auch äußerlich für Einreibungen gegen Quetschungen und Verrenkungen verwendet werden.

 


Die kräftigen Wirkstoffe sind in den Röhrenblüten, sie enthalten Saponin, ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide und Schleim. In neueren Studien sind antimikrobielle und antilipidämische Wirkungen nachgewiesen worden. 

 


Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Als kleine Schwester der Arnika ist das Gänseblümchen als entzündungshemmendes Wundpflaster ein Helfer für unterwegs. Zerrieben oder zerquetscht ist der Saft bei Insektenstichen oder Folgen von Brennnesselkontakt ein heilender Verband. 

 


Die Schmerzen vergehen schneller und der Juckreiz wird gelindert. Ein Aufguss dient als Gesichtswasser bei unreiner Haut, hilft sogar bei Lippenherpes. Bäder helfen bei Blutergüssen, Entzündungen der Haut und Ausschlägen. Dazu kann auch ein Absud aus Blättern verwendet werden.

 

 

Die adstringierende und entschleimende Wirkung ist bei Katarrhen der Atemwege und zur Erleichterung des Abhustens angezeigt. Auch Magen-Darm-Katarrhe und Durchfallbeschwerden können gelindert werden. Das Gänseblümchen ist auch die Angelika der Gebärmutter! Die Droge lindert Menstruationsbeschwerden und wird empfohlen bei Entzündungen im Beckenbereich. Auch hat sie Einfluss auf die Psyche: So wie das Gänseblümchen sich immer wieder aufrichtet, richtet es auch uns auf und stärkt uns. 

 


Rezepte aus der Kräuterküche

Für einen Aufguss werden 2 Teelöffel mit 250 ml kochendem Wasser übergossen, man lässt 10 Minuten ziehen und trinkt 2 Tassen täglich über 4 Wochen.
Die gleiche Wirkung hat auch ein Kaltauszug.
Der Saft der Blütenköpfchen mit Rohrzucker vermischt, ergibt einen Sirup als Hustenmedizin.

 


Die inneren zarten Blättchen und Blüten bereichern als appetitanregendes Wildgemüse auch unseren Speiseplan. Sie eignen sich für Salate, Gemüsegerichte und Suppen.
In Quark kommt der nussige Geschmack zur Geltung, wenn die Knospen statt der bitteren Blüten verarbeitet werden. Die Blätter erinnern mit einem säuerlichen Geschmack an Sauerampfer.
Man kann die knospigen Blüten auch wie Kapern in Essig und Öl anmachen.

 


Auch Bienenhonig, mit den Blüten vermischt und für 20 Tage dunkel gestellt und danach abgefiltert, lässt sich teelöffelweise bei Husten einsetzen oder dem Tee beigeben.

 


 

 

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