🌸 Kapuzinerkresse und ihre heildende Wirkung🌸

🌸 Kapuzinerkresse und ihre heilende Wirkung🌸

 


Es handelt sich um kletternde bis kriechende, saftige, ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Manche Arten bilden Wurzelknollen (Beispiel: knollige Kapuzinerkresse). 

 


Kletternde Arten besitzen berührungsempfindliche, windende Blattstiele. Die meist wechselständigen, manchmal im unteren Bereich gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite ist schildförmig, handförmig gespalten, tief gelappt bis gefiedert. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen.

 


Blüte der großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Blüte der großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) von der Seite. Deutlich zu sehen sind der Sporn und die freien Blütenkronblätter.

 


Die meist einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten sind auffällig gefärbt, meist groß, zwittrig, zygomorph und gespornt. Der Blütenkelch besteht aus fünf Kelchblättern, von denen drei miteinander verwachsene einen langen Nektarsporn bilden. Die Blütenkrone besteht aus fünf freien, meist genagelten Kronblättern, wobei die beiden oberen kleiner als die unteren sind. 

 


Pro Blüte gibt es acht freie, fertile Staubblätter. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe oder mit drei Narben. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

 

Es werden Spaltfrüchte gebildet, die in je drei Nüsschen oder Steinfrüchte zerfallen. Der Embryo ist gerade mit dicken, fleischigen Keimblättern (Kotyledonen) und ohne Endosperm.
Die aus Südamerika stammende Pflanze bevorzugt einen vollsonnigen Standort, der die Blütenbildung anregt.

Doch auch auf schattigeren Plätzen wächst sie gut, bildet dann aber mehr Blätter und weniger Blüten. Der Boden darf gerne magerer sein, je höher der Nährstoffanteil ist, desto eher bildet sie auch hier Blätter anstatt Blüten.

 

Auch für Balkone ist die Pflanze gut geeignet. Sie kann sowohl einige Meter in die Höhe ranken, findet sie jedoch nichts, an dem sie hochwachsen kann, bedeckt sie schnell und dicht den Boden. 

 


Da die Kapuzinerkresse keinen Frost verträgt, ist sie bei uns einjährig, muss also jedes Jahr neu ausgesät werden. Ein Vorziehen ab Ende März ist dabei ebenso möglich wie eine Direktsaat ab Mai. Dementsprechend darf sie nicht vor den letzten Frösten ins Freiland gepflanzt werden. Im Garten sät sie sich oft von allein aus, sodass sie dort jedes Jahr wiedererscheint.

 


Die großen Samen solltest du dafür etwa 2 cm tief in die Erde stecken. Bedenke, dass eine Pflanze sehr wuchsfreudig ist und viel Platz benötigt, insbesondere, wenn du ihr keine Rankhilfe anbietest und sie so den Boden bedeckt. Jährlich kürt der „Studienkreis der Arzneimittelkunde“ eine andere Heilpflanze für ihre tradierte und gleichermaßen gesicherte Wirksamkeit in der Naturheilkunde. 

 


Als Arzneipflanze des Jahres 2013 wählte die Expertengruppe die Kapuzinerkresse. Sie wird bei unterschiedlichen Beschwerden seit Jahrhunderten erfolgreich eingesetzt. Die Kapuzinerkresse ist als Heilpflanze vor allem für ihre antibakteriellen und vitalisierenden Effekte bekannt. 

 


Worauf beruht diese Wirkung und wo genau kommt Kapuzinerkresse zum Einsatz?
Kapuzinerkresse: bis zu 200 Zentimeter hohe Ranken mit rundlich-gesägten Blättern und intensiv gefärbten gelben, orangen oder roten Blüten.

 


Heilwirkung: antibakteriell, antifugal (gegen Pilze), antiviral (gegen Viren), blutreinigend und durchblutungsfördernd, immun stärkend, schleimlösend und verdauungsfördernd
Einnahme: innerlich als Tee, Tinktur, Tabletten oder Tropfen bzw. äußerliche Anwendung als Umschlag, Packung oder Haarspülung.

 

Einsatzgebiete: innerlich bei Verdauungsbeschwerden, Erkältungen, Bronchial- oder Harnwegsentzündung bzw. äußerlich bei Prellungen, Wunden oder Muskelkater
Inhaltsstoffe: Vielzahl an Wirkstoffen u. a. Antioxidantien, Flavonoide, Senföl, Vitamine B und C sowie zahlreiche Mineralstoffe.

  

Ölauszug Heißmethode

Die benötigten Pflanzen sammeln und gegebenenfalls trocknen. Pflanzenteile in ein feuerfestes Glas, z.B. ein sauberes Marmeladenglas, geben und mit Öl übergießen, bis alles bedeckt ist. Einen kleinen Topf mit ungefähr drei Zentimetern Wasser füllen und auf dem Herd erwärmen.

 


Nach Bedarf kannst du dir immer wieder Blätter für Salate oder als Brotbelag abschneiden. Sie schmecken angenehm scharf. Auch die Blüten sind lecker und essbar. Sogar die noch unreifen Samen lassen sich in Essig einlegen.

 



Kann man aus Kapuzinerkresse Tee machen?
Aus den getrockneten Blättern und Blüten der Kapuzinerkresse können Sie Tee kochen. Für einen halben Liter Wasser benötigen Sie nur etwa zwei Teelöffel voll getrocknetes Kraut. Das Wasser sollte heiß sein, aber nicht mehr kochen. Lassen Sie die Kapuzinerkresse ungefähr zehn Minuten ziehen und seihen Sie den Tee ab.

 

Pesto Rezept:

 

3 Handvoll Kapuzinerkresseblätter und Blüten
40 g Pinienkerne
30 g Parmesan
6 EL Rapsöl
etwas Salz und Pfeffer

 
































 

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