👧Spitzwegerich für Mensch, Hund und Pferd🐕
👧Spitzwegerich für Mensch und Hund🐕
König des Wegesrands
Der Spitzwegerich ist eine seit langer Zeit bekannte heimische Heilpflanze. Der König des Wegesrands kann bei vielerlei Beschwerden Linderung verschaffen – zum Beispiel bei Mückenstichen. Aber auch kulinarisch hat er einiges zu bieten – uns Menschen und auch den Tieren.
Der Spitzwegerich ist recht verbreitet. Er trägt seinen Namen „Wegerich“, was so viel wie „Wegekönig“ oder „Wegehüter“ bedeutet, zu Recht, denn sehr häufig ist er an Wegesrändern zu finden. Aber auch auf Wiesen gedeiht die Heilpflanze gut.
Der Spitzwegerich enthält viele Stoffe, die dem menschlichen Körper guttun: Sie lösen den Schleim bei Erkältungen oder helfen gegen Entzündungen und Magen-Darm Beschwerden. Die enthaltene Kieselsäure stärkt Nägel und Haare. Spitzwegerich kann, auf einen Insektenstich gerieben, den Juckreiz mildern. Und das sind nur einige seiner heilenden Kräfte.
Auch kulinarisch kommt man beim Spitzwegerich auf seine Kosten. Die Blüten sind essbar und erinnern in ihrem Geschmack an Pilze - sie können zum Beispiel als Schmorpfanne zubereitet werden. Die Samen haben eine nussiges Aroma und wirken verdauungsfördernd.
Aber nicht nur uns Menschen hat der Spitzwegerich viel zu bieten, auch Insekten sind von der Pflanze überzeugt. Für viele Falter ist der Spitzwegerich Raupenfutterpflanze, darunter stark gefährdete und gefährdete Arten der Roten Liste wie verschiedene Scheckenfalter Melitaea. Überlässt man dem Spitzwegerich eine Ecke im Garten, kann man also einer Reihe teils stark gefährdeter Falter, aber auch sich selbst, einen großen Gefallen tun.
Seine reizmildernden und antibakteriellen Inhaltsstoffe stillen den Hustenreiz und helfen bei Entzündungen der Haut sowie der Schleimhäute. Der Spitzwegerich ist deshalb zur Arzneipflanze des Jahres 2014 gekürt worden.
Von der Pflanze mit wissenschaftlichem Namen Plantago lanceolata werden ausschließlich die Blätter verwendet. Zu ihren wichtigsten Inhaltsstoffen gehören die Iridoidglykoside wie Aucubin und Catalpol, die eine antibakterielle Wirkung zeigen, sowie Schleimstoffe, die reizmildernde Effekte besitzen. „Sie bilden eine Art schützenden Film über die Schleimhaut in Mund und Rachen. Damit kann der Spitzwegerich lästigen Hustenreiz mindern.
Sie
wirken zusammenziehend und blutstillend, stabilisieren so die
Schleimhäute. Weitere Inhaltsstoffe, die an der Heilwirkung des
Spitzwegerichs beteiligt sein könnten, sind Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Saponin, Kieselsäure und Mineralstoffe wie Zink und Kalium.
Äußerliche Anwendung bei Entzündungen und Insektenstichen
Das
Symptom Husten ist eigentlich der Ausdruck eines schützenden Reflexes,
der die Atemwege reinigen soll.
Durch die Reinigung der sensiblen Nervenfasern wird dieser Reflex ausgelöst, auch wenn, wie bei einem trockenen Husten, kein Fremdkörper entfernt werden muss. In diesen Fällen ist die reizmildernde Wirkung der pflanzlichen Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs wertvoll.
Äußerlich kann Spitzwegerichkraut auch bei Entzündungen der Haut verwendet werden. „In der Erfahrungs- und Volksmedizin gilt Spitzwegerich seit langem als ein gutes Mittel zur ersten Wundversorgung und bei Insektenstichen.
Von der Antike bis in die Neuzeit hinein galt als wichtigstes Einsatzgebiet des Breit- und des Spitzwegerichs die Stillung von Blutungen bei Wunden, in den Luftwegen, im Darm und gegen starke Menstruationsblutungen.
Auch andere Verletzungen wie Brandwunden, Insektenstiche und Tierbisse sowie Knochenbrüche werden häufig als Einsatzgebiete genannt. Sogar Shakespeare erwähnt „plantain“ mehrfach in seinen Werken als Mittel gegen Hautverletzungen.
Daneben spielten die Wegerich-Arten bei der Behandlung von Asthma, Geschwülsten und Geschwüren – insbesondere in der Mundhöhle – eine große Rolle und wurden auch bei Zahn- und Ohrenschmerzen sowie gegen brennende Augen eingesetzt.
Spitzwegerich-Blätter kannst du frisch oder getrocknet kaufen.
So bereitest du den Spitzwegerich-Tee zu:
Gib ein bis zwei Teelöffel Blätter in eine Tasse.
Übergieße sie mit 250 Millilitern kochendem Wasser.
Lasse den Tee zehn Minuten ziehen und siebe anschließend die Blätter ab. Fertig ist dein Tee!
Da Spitzwegerich etwas bitter schmecken kann, süße den fertigen Tee gegebenenfalls mit etwas Honig nach.
Tipp:
Honig wirkt antibakteriell und kann deshalb auch gut gegen Husten und
Erkältungen helfen. Bei zu hohen Temperaturen geht die antibakterielle
Wirkung jedoch verloren. Lasse deinen Tee deshalb erst etwas abkühlen,
bevor du den Honig hinzugibst. Achte beim Kauf von Honig außerdem auf
zertifizierte Bio-Produktion oder kaufe ihn direkt beim Imker vor Ort.
Du kannst Spitzwegerich aber auch selbst anpflanzen:
Wähle dafür einen sonnigen und warmen Standort.
Da Spitzwegerich eher anspruchslos ist, eignet sich ein eher trockener Boden.
Du kannst den Spitzwegerich aussäen oder als Jungpflanze setzen.
Da er
meist von allein irgendwann im Garten auftaucht, kannst du eine schon
vorhandene Pflanze ausgraben und im Beet neu einsetzen.
Wenn du Spitzwegerich im Handel kaufst, achte auf Bio-Qualität der Samen und auf die Herkunft.
Bei Insektenstiche oder Schürfwunden unterwegs: einfach Spitzwegerichblatt etwas zerkauen und auf die Wunde oder Stich darauf machen, fertig.
Bei Hunde:
Ist Spitzwegerich giftig für Hunde?
Eines
der wichtigsten Wildkräuter für Hunde stellt der Spitzwegerich dar.
Innerlich angewendet wirkt Spitzwegerich bei Hunden schleimlösend und
unterstützt die Bronchien.
Spitzwegerich – Einzelfuttermittel für Hunde
Unterstützung für die natürliche Funktion von Atemwegen und Immunsystem
Die Atemwege unserer Hunde können manchmal ganz gut unter Stress stehen – z. B. im Winter, wenn die Sonne wenig scheint, das Wetter ungemütlich ist und die Hunde zwischen nasser Kälte draußen und trockener Heizungsluft in der Wohnung hin- und herwechseln müssen. Mit Spitzwegerich können Sie Ihren Hund hier super unterstützen.
Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen stärkt er die Bronchien, pflegt die Schleimhäute von Maul und Rachen, und kräftigt die Lunge und das Immunsystem. Spitzwegerich lässt sich für die Atemwege wunderbar mit weiteren Kräutern wie z. B. Fenchel kombinieren und ist eine kostbare Zutat unserer Atemwegskräuter für Hunde.
Spitzwegerich für die Haut
Auch die Haut Ihres Hundes können Sie mit Spitzwegerich in ihrer natürlichen Funktion pflegen und nutritiv stärken. Spitzwegerich enthält viel wertvolle Kieselsäure - die findet sich als Baustein im Haut- und Bindegewebe Ihres Hundes. Wenn Sie die Haut im Blick haben, können Sie Spitzwegerich auch gut in Kombination mit weiteren Kräutern füttern. Mögliche Kombipartner sind Stiefmütterchen, Brennnessel, Löwenzahnwurzel, Mariendistel oder auch Schwarzkümmel.
Pferde:
Spitzwegerich - Wirkung, Anwendung und Dosierung bei Pferden
Im medizinischen Bereich findet der Spitzwegerich bei Katarrhen der oberen Atemwege (innerlich), entzündlichen Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut (innerlich) sowie bei entzündlichen Veränderungen der Haut (äußerlich) Anwendung.
Volksheilkundlich soll der Spitzwegerich auch bei entzündlichen Magen- oder Darmerkrankungen, Durchfall, als Hämostatikum (Blutstillung) oder zur Wunderversorgung, bei Insektenstichen sowie bei Appetitlosigkeit, anwendbar sein.
In der Phytotherapie ist der Spitzwegerich eine bedeutende Heilpflanze, dennoch gibt es leider nur wenige klinische Studien. Vorhandene Forschungsergebnisse beziehen sich weitestgehend auf den Menschen, die Wirkung bei Pferden ist hingegen kaum wissenschaftlich belegt.
Dennoch werden in der Erfahrungsheilkunde sehr vielversprechende Resultate durch die Anwendung von Spitzwegerich bei Pferden erzielt und seine Wirkung durch viele Pferdebesitzer bestätigt.
Innerlich kann die Anwendung in getrockneter Form (Fütterungsempfehlung für getrockneten Spitzwegerichblätter: 3 - 5 g je 100 kg Körpergewicht / Tag), als Frischpflanze, Frischpflanzenpresssaft oder auch als Tee erfolgen.
Durch das Erhitzen geht jedoch die antimikrobielle Wirkung verloren. Äußerlich kann der Spitzwegerich beispielsweise als Salbe aufgetragen oder der aus frischen Blättern austretende Pflanzensaft aufgrund der adstringierenden, antimikrobiellen und blutstillenden Wirkung zur Behandlung kleiner Wunden genutzt werden.
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